Zu wichtigen Aktionen der Fairtradeprojekte gehören auch Angebote der Begegnung und zum Austausch für die gute Sache. So wird alljährlich ein so genanntes Fastenessen veranstaltet, das auch in diesem Jahr im März stattfand. Der frische Ostwind trug den verführerischen Duft bis weit in den Ortskern hinein. Beim Fastenessen wurden vor dem Eingang des Pfarrheimes in zwei großen Pfannen Reibeplätzchen gebacken, die nicht nur herrlich dufteten, sondern auch lecker schmeckten. Den vier Köchen Josef und Renate Rüschenschulte, Dieter Stürz sowie Rolf Hustert wurde das Kartoffelgericht förmlich aus dem Bräter gerissen. Wer es etwas kalorienärmere Kost bevorzugte, dem bekam vom Pfarreivorsitzenden Ulrich Schlingmann eine vegetarische Kartoffelsuppe aufgetan. Beide Gerichte waren also fleischlos und aus Kartoffeln hergestellt worden. Viele Küchen blieben an diesem Sonntag kalt, was am Andrang im Pfarrheim abzulesen war. Die Speisen mundeten einfach vorzüglich und so spendeten die Besucher reichlich Geld für die Menschen, die in der weiten Welt gezwungenermaßen immer Fastenzeit haben. Die Zeit, die man sonst in der Küche verbracht hätte, wurde an diesem Tag dazu genutzt, um mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen. Organisiert hatte das Fastenessen der Eine-Welt-Ausschuss des Pfarreirates, der Unterstützung durch die Kolpingfamilie fand. Der Eine-Welt-Stand hatte zudem geöffnet und so mancher Gast deckte sich mit Süßigkeiten, Kaffee, Tee und anderen fair gehandelten Waren ein. Am Ende waren alle Töpfe und Pfannen ratzeputz leer, so dass auch in den nächsten Tagen mit gutem Wetter zu rechnen ist. Auch zwei Neubürger aus Syrien, Mazen Alherafi und seine Frau Nour Abou Haila, hatten von dem Angebot gehört. Sie kamen zusammen mit deutschen Freunden und waren von den Reibeplätzchen begeistert. Auch ihre kleine Tochter nur, noch kein Jahr alt, probierte gerne und wollte immer mehr. Fazit: Ihre Bekannte Maria Grieben wird die Leckerei in der nächsten Woche einmal mit Ihnen produzieren und zeigen wie es geht.